Was eine Betreuungskraft für Ihre Eltern tut
Eine Betreuungskraft wohnt bei Ihrer Mutter oder Ihrem Vater und hilft dort, wo der Alltag schwer geworden ist: bei der Grundpflege wie Waschen und Anziehen, beim Kochen, im Haushalt und unterwegs. Medizinische Pflege wie Spritzen oder Wundversorgung übernimmt sie nicht – dafür kommt ein Pflegedienst. Stand: Oktober 2026.
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Ein Tag mit Betreuung
„Was macht sie eigentlich den ganzen Tag?“ – das fragen viele, bevor sie sich entscheiden. Jeder Tag richtet sich nach Ihren Eltern. So kann er aussehen:
Morgens
Hilfe beim Aufstehen, Waschen und Anziehen, dann ein ruhiges Frühstück. Das Tempo bestimmt Ihre Mutter oder Ihr Vater.
Mittags
Sie kocht – gern nach den Rezepten, die Ihre Eltern kennen – und achtet darauf, dass genug getrunken wird.
Nachmittags
Ein Spaziergang, der Weg zum Arzt oder zum Friseur, eine Runde Karten. Und wenn jemand erzählen möchte, hört sie zu.
Abends
Abendessen, Hilfe beim Ausziehen und beim Zubettgehen. Auch in der Nacht ist jemand im Haus.
Was die Betreuungskraft genau übernimmt, legen Sie gemeinsam im Betreuungsvertrag fest.
Wobei sie hilft
Vier Bereiche, in denen Familien am häufigsten Hilfe brauchen. Fachlich heißt das Grundpflege und Hilfe im Haushalt.
Körperpflege
Waschen, Duschen, Anziehen, Hilfe auf der Toilette und beim Zähneputzen – mit Geduld und so, dass die Würde bleibt.
Essen und Haushalt
Einkaufen, Kochen, Abwaschen, Wäsche und Putzen. Die Wohnung bleibt so, wie Ihre Eltern sie mögen.
Unterwegs
Spaziergänge, Arzttermine, Besorgungen oder der Weg zum Friedhof – sie geht mit und gibt Halt.
Gesellschaft
Gespräche, Vorlesen, Spiele, gemeinsam fernsehen. Damit der Tag nicht lang und leer wird.
Wie das im Alltag aussieht
Auf dem Papier heißt das Grundpflege und Hilfe im Haushalt. Im Alltag sind es viele kleine Momente, in denen es auf Geduld ankommt. Ein paar Beispiele:
Wenn Ihr Vater sich nicht mehr gern waschen lässt
Viele Ältere schämen sich, wenn ein fremder Mensch beim Waschen hilft. Eine gute Betreuungskraft lässt Zeit, fragt, was er selbst machen möchte, und hilft nur dort, wo es nötig ist. Mit jedem Tag wird es vertrauter.
Wenn Ihre Mutter das Trinken vergisst
Sie stellt ein Glas Wasser hin, bietet Tee an, kocht eine Suppe und achtet darauf, dass über den Tag genug zusammenkommt. Machen Sie am Anfang aus, dass sie Ihnen Bescheid sagt, wenn Ihnen etwas auffallen sollte – etwa, wenn Ihre Mutter kaum noch isst.
Wenn der Weg zum Briefkasten zu weit wird
Sie geht mit, Arm in Arm oder neben dem Rollator. Erst bis zum Briefkasten, später vielleicht bis zur Bank im Park. Wer sich bewegt, bleibt beweglich – und ein kleines Ziel macht den Tag schöner.
Wenn nachts jemand aufsteht
Ihre Mutter muss nachts zur Toilette und ist dabei unsicher? Dann ist jemand im Haus, der hilft. Muss aber jede Nacht mehrmals jemand aufstehen, reicht eine Betreuungskraft allein auf Dauer nicht – das besprechen wir offen mit Ihnen.
Wenn der Tag lang wird
Ein Gespräch beim Kaffee, alte Fotos anschauen, gemeinsam Kartoffeln schälen, der Anruf bei den Enkeln. Gesellschaft steht in keinem Leistungskatalog – und macht doch oft den größten Unterschied.
Wenn ein Arzttermin ansteht
Sie begleitet Ihre Mutter in die Praxis und wieder nach Hause, damit sie den Weg nicht allein machen muss. Rezepte holen, zur Apotheke gehen, Termine im Kalender eintragen – auch das gehört dazu.
Was sie nicht übernimmt
Medizinische Pflege
Spritzen geben, Insulin, Wunden versorgen oder Verbände wechseln – das gehört in die Hände von Pflegefachkräften. Braucht Ihre Mutter oder Ihr Vater das, kommt zusätzlich ein Pflegedienst ins Haus. Beides lässt sich gut verbinden.
Wann es nicht passt
Braucht jemand rund um die Uhr medizinische Pflege, oder gibt es kein eigenes Zimmer für die Betreuungskraft, ist eine Betreuung zu Hause nicht die richtige Lösung. Das sagen wir Ihnen im ersten Gespräch offen.
Wenn medizinische Pflege dazukommt
Viele Familien verbinden beides: Die Betreuungskraft ist im Alltag da, und ein ambulanter Pflegedienst kommt für das, was Pflegefachkräfte machen müssen – Insulin spritzen, Wunden versorgen, Verbände wechseln. Was nötig ist, bespricht der Pflegedienst mit dem Hausarzt.
Hilft der Pflegedienst auch bei der Körperpflege und rechnet das direkt mit der Pflegekasse ab, heißt das Pflegesachleistung. Sie lässt sich mit dem Pflegegeld kombinieren: Das Pflegegeld sinkt dann anteilig, und an die Aufteilung sind Sie sechs Monate gebunden. So viel Pflegesachleistung gibt es höchstens im Monat:
Pflegegrad 2
796 €
Pflegegrad 3
1.497 €
Pflegegrad 4
1.859 €
Pflegegrad 5
2.299 €
Wie Sie das am besten aufteilen, damit möglichst viel Pflegegeld für die Betreuung bleibt, rechnen wir gern mit Ihnen durch. Stand: Oktober 2026.
Wer zu Ihren Eltern kommt
Unsere Betreuungskräfte kommen aus Ungarn, Rumänien, Estland, Lettland und Litauen. Sie haben sich bewusst für diese Arbeit entschieden und ziehen für einige Wochen bei Ihren Eltern ein – meist 6 bis 12 Wochen; wie lange, entscheidet die Betreuungskraft selbst.
Sie arbeiten als Selbstständige. Steuern und Sozialversicherung zahlen sie in ihrem Heimatland; das belegt die A1-Bescheinigung. Ihre Familie wird damit nicht Arbeitgeber: keine Lohnabrechnung, keine Anmeldungen.
Wir suchen die Betreuungskräfte selbst, mit einem eigenen Team – ohne Agentur dazwischen. Bevor jemand zu Ihren Eltern kommt, sehen Sie ihr Profil, und erst mit Ihrem Ja geht es weiter. Die Suche kostet Sie nichts.
[Platzhalter: Wie gut die Betreuungskräfte Deutsch sprechen – folgt, sobald es feststeht.]
Damit sie gut ankommt: was Sie ihr am Anfang erzählen
Die Betreuungskraft kennt Ihre Eltern noch nicht. Sie kennen sie ein ganzes Leben lang. Je mehr Sie ihr am Anfang erzählen, desto schneller fühlt sich der Alltag wieder normal an. Am besten schreiben Sie es auf – das hilft auch beim nächsten Wechsel.
Der Tagesablauf
Wann Ihre Eltern aufstehen, wann gegessen wird, wann der Mittagsschlaf ist – und welche Sendung abends auf keinen Fall verpasst werden darf.
Essen und Trinken
Was sie gern essen und was gar nicht, ob es etwas gibt, worauf sie achten müssen, und welche Rezepte in der Familie gekocht werden. Ein Familienrezept auf einem Zettel hilft mehr als jede Beschreibung.
Ärzte und Medikamente
Den aktuellen Medikamentenplan und die Telefonnummern von Hausarzt, Fachärzten, Apotheke und – falls einer kommt – Pflegedienst.
Wen sie anrufen soll
Ihre Nummer, die einer Nachbarin und die 112. Und sagen Sie ihr, dass sie Sie lieber einmal zu oft anruft als einmal zu wenig.
Was Ihren Eltern wichtig ist
Der Lieblingssessel, der Gang zum Friedhof am Sonntag, die Katze, die nicht ins Schlafzimmer darf. Kleinigkeiten, die zeigen: Hier lebt ein Mensch mit eigenen Gewohnheiten.
Das Praktische
Einen Hausschlüssel, Haushaltsgeld für den Einkauf mit einem kleinen Kassenbuch und, wenn es geht, Internet – damit sie auch mit ihrer eigenen Familie sprechen kann.
Wie die ersten Tage ablaufen, lesen Sie auf unserer Seite 24-Stunden-Pflege.
Was wir für Sie tun
1
Wir suchen aus
Nach dem Gespräch mit Ihnen suchen wir eine Betreuungskraft, die zum Alltag und zum Wesen Ihrer Eltern passt – kostenlos, und Sie sehen ihr Profil, bevor Sie zusagen.
2
Wir organisieren
Die Anreise und jeden Wechsel. Wir planen das rechtzeitig mit Ihnen, damit Sie es nicht allein in die Hand nehmen müssen.
3
Wir bleiben erreichbar
Sie haben einen festen Ansprechpartner, an 7 Tagen in der Woche, täglich von 9 bis 17 Uhr. Wenn etwas nicht passt, rufen Sie an.
Erst einmal kennenlernen: 14 Tage für 1.487,50 €, dazu die Anreise (ab 170 € pro An- und Abreise) sowie Kost und Logis. In der Regel ist die Betreuungskraft 5–7 Tage nach Ihrer Zusage da.
Was Familien uns oft fragen
Kann sie Mama auch nachts helfen?
Ja, wenn es einmal nötig ist – sie schläft im Haus. Sie braucht aber ihre Nachtruhe. Muss jede Nacht jemand wach bleiben, reicht eine Betreuungskraft allein nicht aus; das besprechen wir offen mit Ihnen.
Bleibt immer dieselbe Betreuungskraft?
Nicht auf Dauer. Meist bleibt eine Betreuungskraft 6 bis 12 Wochen, dann kommt die nächste. Jeden Wechsel planen wir rechtzeitig mit Ihnen.
Was, wenn es menschlich nicht passt?
Dann sprechen Sie mit uns. Die Betreuungskraft kann gewechselt werden; welche Kosten dabei anfallen, steht im Betreuungsvertrag. Den Vertrag mit uns können Sie jederzeit kündigen, den mit der Betreuungskraft mit einer Frist von 14 Tagen.
Was müssen wir ihr bieten?
Ein eigenes Zimmer und Verpflegung – Kost und Logis stellen Sie, zusätzlich zum Monatspreis. Und wie jeder Mensch braucht sie Pausen und freie Zeit; das legen Sie gemeinsam im Betreuungsvertrag fest.
Kann sie auch meinem Vater helfen, wenn nur meine Mutter einen Pflegegrad hat?
Ja, eine Betreuungskraft kann sich um beide kümmern. Für die zweite Person im Haushalt kommen 75 € im Monat dazu.
Kocht sie, was meine Eltern gewohnt sind?
Sie kocht für Ihre Eltern und isst mit. Sagen Sie ihr am Anfang, was gern gegessen wird und was nicht – dann kommt auf den Tisch, was Ihre Eltern mögen.
Gehören Haustier und Garten dazu?
Kleine Dinge wie Blumen gießen oder mit dem Hund rausgehen können dazugehören. Was genau, legen Sie gemeinsam im Betreuungsvertrag fest.
Quellen: Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Kombination mit dem Pflegegeld nach § 38 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Beträge laut Bundesgesundheitsministerium. Stand: Oktober 2026.
[Platzhalter: Autor, fachliche Prüfung und „Geprüft am“ – folgen, sobald feststeht, wer die Texte prüft.]
Wie sähe das bei Ihren Eltern aus?
Erzählen Sie uns kurz, worum es geht. Wir melden uns am nächsten Werktag, das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich – und wir rechnen mit Ihnen aus, was nach dem Pflegegeld bleibt.