Ein älterer Mann bekommt zu Hause auf dem Sofa ein Geschenk überreicht

24-Stunden-Betreuung: Was das für den Alltag Ihrer Eltern heißt

Eine Betreuungskraft zieht bei Ihrer Mutter oder Ihrem Vater ein, hilft im Alltag und ist auch nachts im Haus. In der Regel ist sie 5–7 Tage nach Ihrer Zusage bei Ihnen. Bei Pflegegrad 3 zahlen Sie im besten Fall ab 1.749 € im Monat, sicher nach dem Pflegegeld 2.376 € – jeweils zzgl. Anreise sowie Kost und Logis. Stand: Oktober 2026.

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„Ist sie dann wirklich rund um die Uhr für Mama da?“

Das fragen uns fast alle Töchter und Söhne im ersten Gespräch. Die ehrliche Antwort: Sie ist rund um die Uhr im Haus – aber sie arbeitet nicht rund um die Uhr. Sie wohnt mit Ihrer Mutter oder Ihrem Vater zusammen, isst mit, ist morgens da, wenn der Tag beginnt, und abends, wenn er zu Ende geht.

Wie jeder Mensch braucht sie Pausen, etwas freie Zeit und ihren Schlaf. Wann das ist, legen Sie gemeinsam im Betreuungsvertrag fest. Steht Ihr Vater nachts einmal auf und braucht Hilfe, ist jemand im Haus. Muss aber jede Nacht jemand wach bleiben, reicht eine Betreuungskraft allein nicht aus – das sagen wir Ihnen dann offen.

Für wen sie passt – und für wen nicht

Sie passt gut, wenn …

Ihre Mutter oder Ihr Vater zu Hause bleiben möchte, aber jeden Tag Hilfe braucht – beim Aufstehen, beim Waschen, beim Essen, im Haushalt. Oder wenn Sie spüren, dass es allein nicht mehr sicher ist, und Sie selbst nicht jeden Tag vorbeikommen können.

Sie passt nicht, wenn …

rund um die Uhr medizinische Pflege nötig ist, wenn jede Nacht jemand wach bleiben muss oder wenn es kein eigenes Zimmer für sie gibt. Dann sagen wir Ihnen das ehrlich – und überlegen mit Ihnen, was stattdessen hilft.

Woran Sie merken, dass es Zeit ist

Meist ist es kein großer Moment, sondern viele kleine. Ein Sturz, über den niemand spricht. Ein Kühlschrank, in dem dasselbe dreimal steht. Wenn Ihnen einiges davon bekannt vorkommt, lohnt sich ein Gespräch – mit Ihren Eltern und gern auch mit uns.

Der Alltag wird zu viel

Die Wäsche bleibt liegen, das Essen fällt aus, die Post stapelt sich. Nicht, weil Ihre Mutter nicht will – sondern weil es nicht mehr geht.

Es gab einen Sturz – oder fast einen

Nach einem Sturz trauen sich viele Ältere weniger zu und bleiben lieber sitzen. Wer sich weniger bewegt, wird oft noch unsicherer.

Sie selbst sind am Ende

Sie fahren jeden Tag vorbei, telefonieren abends, liegen nachts wach. Das hält kaum jemand auf Dauer durch – und es ist keine Schwäche, das zuzugeben.

Ihre Eltern sind viel allein

Seit der Partner gestorben ist, ist es still geworden im Haus. Einsamkeit sieht man nicht, aber man merkt sie: am Telefon, am Appetit, an der Stimmung.

Nach dem Krankenhaus

Nach einem Klinikaufenthalt soll es zu Hause weitergehen, aber allein klappt es noch nicht. Dann zählt ein schneller Start: In der Regel ist eine Betreuungskraft 5–7 Tage nach Ihrer Zusage da.

„Ich brauche niemanden“ – wenn Ihre Mutter erst einmal Nein sagt

Das hören viele Familien, und es ist verständlich. Hilfe annehmen heißt für Ihre Mutter auch: zugeben, dass etwas nicht mehr geht. Und ein fremder Mensch im eigenen Haus ist ein großer Schritt. Was oft hilft:

Ihr Ziel in den Mittelpunkt stellen

Nicht „Du schaffst das nicht mehr“, sondern: „Du willst doch in deinem Haus bleiben – dafür suchen wir jemanden, der dir hilft.“

Klein anfangen

Sprechen Sie zuerst von Hilfe im Haushalt und beim Einkaufen. Die Hilfe im Bad kommt oft von selbst dazu, wenn erst einmal Vertrauen da ist.

Erst einmal auf Probe

„Zwei Wochen kennenlernen“ klingt anders als „für immer“. Das macht vielen Eltern die Zusage leichter.

Sie entscheidet mit

Zeigen Sie Ihrer Mutter das Profil der Betreuungskraft, bevor Sie zusagen. Wer mitentschieden hat, nimmt die Hilfe leichter an.

Jemand anderes spricht es an

Manchmal hört Ihr Vater eher auf den Hausarzt oder einen alten Freund als auf die eigenen Kinder. Das ist keine Niederlage.

Und wenn Ihre Mutter trotzdem Nein sagt? Dann ist das ihre Entscheidung. Lassen Sie ein paar Tage vergehen und fragen Sie noch einmal – nicht selten sieht es dann schon anders aus.

Eine Tochter hält die Hände ihrer Mutter und spricht ruhig mit ihr

Wer zu Ihren Eltern kommt

Die Betreuungskräfte kommen aus Ungarn, Rumänien, Estland, Lettland und Litauen. Sie arbeiten selbstständig und haben sich bewusst für diese Arbeit entschieden.

Wir suchen selbst

Wir haben ein eigenes Team, das Betreuungskräfte sucht, und kennen die Frauen und Männer, die mit uns arbeiten. Eine Agentur dazwischen gibt es nicht.

Die Suche kostet Sie nichts

Wir suchen kostenlos für Sie. Es gibt keine Jahresgebühr und keine Vermittlungsgebühr.

Erst das Profil, dann Ihr Ja

Bevor jemand kommt, zeigen wir Ihnen das Profil der Betreuungskraft. Erst wenn Sie sagen „Ja, das passt“, geht es weiter.

So läuft es ab – vom ersten Anruf bis zum ersten Abend

Sechs Schritte. Bei jedem wissen Sie, was als Nächstes passiert.

1

Sie melden sich – über das Formular oder am Telefon. Ein paar Angaben genügen.

2

Wir rufen Sie an, spätestens am nächsten Werktag. Wir fragen, wie es Ihren Eltern geht, was schwer geworden ist und wie sie wohnen. Das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.

3

Wir suchen eine Betreuungskraft, die zum Alltag und zum Wesen Ihrer Eltern passt, und zeigen Ihnen ihr Profil.

4

Sie sagen zu – und in der Regel ist sie 5–7 Tage später bei Ihnen.

5

Die ersten 14 Tage zum Kennenlernen – für 1.487,50 €, dazu Anreise (ab 170 € pro An- und Abreise) sowie Kost und Logis. Danach entscheiden Sie in Ruhe, ob es so weitergeht.

6

Der Wechsel – meist bleibt eine Betreuungskraft 6 bis 12 Wochen; wie lange, entscheidet sie selbst. Dann kommt die nächste, und wir planen das rechtzeitig mit Ihnen.

Eine ältere Frau sitzt lächelnd in ihrem Garten
Eine ältere Frau und eine jüngere Frau sitzen Wange an Wange auf dem Sofa und lächeln

Die erste Woche: wie das Ankommen aussieht

Die ersten Tage sind für alle neu – für Ihre Eltern, für die Betreuungskraft und für Sie. So können sie aussehen:

Ankunftstag

Die Betreuungskraft kommt an, meist nach einer langen Reise. Wenn es geht, sind Sie dabei: Sie zeigen ihr das Haus und ihr Zimmer und stellen sie Ihren Eltern in Ruhe vor. Ein gemeinsames Abendessen nimmt viel Spannung heraus.

Erste Tage

Sie lernt den Rhythmus Ihrer Eltern kennen: wann sie aufstehen, was sie gern essen, was sie noch allein machen möchten. Manches ist am Anfang ungewohnt. Das ist normal.

Nach ein paar Tagen

Rufen Sie Ihre Eltern an und fragen Sie, wie es läuft – und sprechen Sie auch kurz mit der Betreuungskraft. Kleine Dinge lassen sich jetzt leicht klären.

Wenn etwas hakt

Dann rufen Sie Ihren festen Ansprechpartner bei uns an, an 7 Tagen in der Woche, täglich von 9 bis 17 Uhr. Passt es gar nicht, kann die Betreuungskraft gewechselt werden.

Nach 14 Tagen

Die zwei Wochen zum Kennenlernen sind vorbei. Jetzt entscheiden Sie in Ruhe, ob es so weitergeht.

Was Sie der Betreuungskraft am Anfang erzählen sollten – vom Medikamentenplan bis zum Lieblingsessen –, steht auf unserer Seite Leistungen.

„Und wenn Mama mit ihr nicht zurechtkommt?“

Diese Sorge hören wir oft, und sie ist berechtigt: Ein fremder Mensch zieht ins Haus. Deshalb ist von Anfang an klar, was Sie dann tun können.

Sie kann gewechselt werden

Wenn es nicht passt, kommt eine andere Betreuungskraft. Welche Kosten bei einem Wechsel anfallen, steht im Betreuungsvertrag mit der Betreuungskraft.

Sie bleiben frei

Den Vertrag mit uns können Sie jederzeit kündigen. Für den Vertrag mit der Betreuungskraft gilt eine Kündigungsfrist von 14 Tagen.

Sie haben jemanden zum Anrufen

Bei uns haben Sie einen festen Ansprechpartner. Er ist an 7 Tagen in der Woche für Sie erreichbar, täglich von 9 bis 17 Uhr.

Eine ältere Frau sitzt mit ihrem Hund in ihrer hellen Wohnung

Was Ihr Zuhause braucht

Ein eigenes Zimmer

Die Betreuungskraft wohnt mit im Haus. Sie braucht ein eigenes Zimmer, in das sie sich zurückziehen kann.

Essen und Unterkunft

Sie isst im Haushalt mit. Kost und Logis stellen Sie – das kommt zum Monatspreis dazu.

Pausen und freie Zeit

Auch eine Betreuungskraft braucht Ruhe. Wann sie frei hat, legen Sie gemeinsam im Betreuungsvertrag fest.

Ein Pflegedienst kann dazukommen

Spritzen oder Wundversorgung übernimmt ein Pflegedienst, nicht die Betreuungskraft. Beides lässt sich gut verbinden.

Wenn Sie weit weg wohnen

Viele Kinder wohnen Stunden von ihren Eltern entfernt. Dann ist das Gefühl schwer, nicht einfach vorbeischauen zu können. So bleiben Sie trotzdem nah dran:

Ein fester Anruf in der Woche

Vereinbaren Sie einen festen Tag, an dem Sie mit Ihren Eltern sprechen – und kurz mit der Betreuungskraft. Ein Videoanruf zeigt oft mehr als jedes Telefonat.

Eine Person vor Ort

Eine Nachbarin, ein Freund der Familie oder die Hausarzt-Praxis: jemand, der im Notfall schnell da ist und die Betreuungskraft schon kennt.

Hausnotruf für die freien Stunden

Wenn die Betreuungskraft frei hat oder einkaufen ist, gibt ein Hausnotruf Sicherheit. Ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse 27 € im Monat dazu.

Uns erreichen Sie jeden Tag

Ihr fester Ansprechpartner ist an 7 Tagen in der Woche für Sie da, täglich von 9 bis 17 Uhr – auch am Wochenende.

Was es kostet – und was der Staat dazugibt

Ein Beispiel mit Pflegegrad 3, Stand Oktober 2026. Der Preis hängt vom Pflegegrad ab.

Monatspreis

2.975 €

im Monat bei Pflegegrad 3

Sicher nach Pflegegeld

2.376 €

im Monat, nachdem das Pflegegeld von 599 € abgezogen ist

Im besten Fall

ab 1.749 €

im Monat, wenn zusätzlich das Budget für Verhinderungspflege greift (nur solange Sie als Hauptpflegeperson verhindert sind) und der Steuervorteil, der mit der Steuererklärung zurückkommt und vom Einkommen abhängt

Dazu kommen die Anreise (ab 170 € pro An- und Abreise, etwa alle 6 bis 12 Wochen) sowie Kost und Logis. Eine Jahresgebühr oder Vermittlungsgebühr gibt es nicht.

Das Pflegegeld bekommt Ihre Mutter oder Ihr Vater. Wofür es verwendet wird, entscheiden Sie selbst – Sie können damit zum Beispiel einen Teil der Betreuung bezahlen. Wir gehen mit Ihnen durch, welches Geld Ihnen zusteht, wann es kommt und wofür. Den Antrag stellen Sie selbst; wir sagen Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Alle Preise und wie sich das rechnet

Was Familien uns sonst noch fragen

Werden wir Arbeitgeber?

Nein. Die Betreuungskraft ist selbstständig und zahlt Steuern und Sozialversicherung in ihrem Heimatland; das belegt die A1-Bescheinigung. Für Sie heißt das: keine Lohnabrechnung, keine Anmeldung bei Krankenkasse oder Rentenversicherung, kein Arbeitsvertrag. Mit ihr schließen Sie einen Betreuungsvertrag, in dem ihre Aufgaben stehen, und mit uns einen Koordinationsvertrag: Wir wählen die Betreuungskraft aus und planen die Wechsel.

Brauchen wir einen Pflegegrad?

Nein, die Betreuung geht auch ohne. Dann kostet sie ab 2.750 € im Monat, im besten Fall mit dem Steuervorteil ab 2.417 € – zzgl. Anreise sowie Kost und Logis. Mit einem Pflegegrad zahlt aber die Pflegekasse mit. Wie viel Hilfe Ihre Mutter oder Ihr Vater braucht, begutachtet der Medizinische Dienst; den Pflegegrad legt dann die Pflegekasse fest. Pflegegeld gibt es erst ab dem Monat, in dem Sie den Antrag stellen – stellen Sie ihn deshalb früh.

Ist ein Pflegeheim nicht günstiger?

Rechnen wir es einmal durch: Im Pflegeheim zahlen Bewohnerinnen und Bewohner im ersten Jahr im Bundesdurchschnitt 3.364 € im Monat aus eigener Tasche, Unterkunft und Verpflegung eingeschlossen (Stand 01.07.2026). Bei der Betreuung zu Hause bleiben bei Pflegegrad 3 nach dem Pflegegeld 2.376 €, dazu Anreise sowie Kost und Logis. Und Ihre Mutter oder Ihr Vater bleibt dort, wo sie oder er zu Hause ist.

Kann zusätzlich ein Pflegedienst kommen?

Ja. Medizinische Pflege wie Spritzen oder Wundversorgung übernimmt ein Pflegedienst. Die Betreuungskraft kümmert sich um den Alltag – beides lässt sich gut verbinden.

Was kostet das erste Gespräch?

Nichts. Die Beratung ist kostenlos und unverbindlich, und auch die Suche nach der passenden Betreuungskraft kostet Sie nichts.

Wie schnell kann es losgehen?

In der Regel ist die Betreuungskraft 5–7 Tage nach Ihrer Zusage bei Ihren Eltern. Vorher sprechen wir mit Ihnen, suchen eine passende Betreuungskraft aus und zeigen Ihnen ihr Profil.

Was kostet der Wechsel alle paar Wochen?

Für jede An- und Abreise kommen ab 170 € dazu. Meist bleibt eine Betreuungskraft 6 bis 12 Wochen; wie lange, entscheidet sie selbst. Jeden Wechsel planen wir rechtzeitig mit Ihnen.

Helfen Sie uns bei den Anträgen bei der Pflegekasse?

Wir erklären Ihnen, welche Leistungen Ihnen zustehen, was in den Antrag gehört und wann das Geld kommt. Die Anträge stellen Sie selbst. Wie Sie Schritt für Schritt zu einem Pflegegrad kommen, steht auf unserer Seite Kosten.

Bleiben Hausarzt und Pflegedienst wie bisher?

Ja. Hausarzt, Fachärzte und – wenn nötig – der Pflegedienst bleiben, wie sie sind. Die Betreuungskraft kommt im Alltag dazu und kann Ihre Eltern zu Terminen begleiten.

Quellen: Pflegegeld nach § 37 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Beginn der Leistungen nach § 33 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Verhinderungspflege nach § 42a SGB XI (gesetze-im-internet.de), Pflegehilfsmittel und Hausnotruf nach § 40 SGB XI (gesetze-im-internet.de), Steuerermäßigung nach § 35a EStG (gesetze-im-internet.de), Eigenanteile im Pflegeheim (vdek). Stand: Oktober 2026.

[Platzhalter: Autor, fachliche Prüfung und „Geprüft am“ – folgen, sobald feststeht, wer die Texte prüft.]

Sprechen wir über Ihre Eltern

Erzählen Sie uns in ein paar Sätzen, wie es zu Hause gerade aussieht. Wir melden uns am nächsten Werktag, das Gespräch ist kostenlos und unverbindlich – und wir rechnen mit Ihnen aus, was nach dem Pflegegeld bleibt.

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